Folge 11 - Das Leben kann herrlich sein.
Shownotes
In dieser Folge spreche ich darüber, • wie sich Wertschätzung manchmal zuerst fremd anfühlt, • warum ich einer kleinen Erfahrung plötzlich so viel Raum gebe, • weshalb mein Körper oft früher versteht als mein Kopf, • wie aus Misstrauen langsam Vertrauen entstehen kann, • und warum ich gerade entdecke, dass die kleinsten Momente mein Leben am stärksten verändern. Am Ende bleibt ein Gedanke in mir:
Vielleicht entsteht ein anderes Leben nicht durch große Veränderungen, sondern dadurch, wie ich den kleinen begegne.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe gerade eine Erfahrung gemacht, die sich für mich total befremdlich angefühlt hat.
00:00:10: Und ich habe richtig gemerkt wie mich das innerlich aufwürtt während dieser Erfahrung.
00:00:18: Ich bin mir auch noch gar nicht sicher ob schon alles durchgesickert ist und trotzdem möchte ich anfangen mit dieser Erfahrung anzusehen warum sie mich so berührt hat etwas so in mir bewegt hat, aus einer eigentlich kleinen Situation heraus.
00:00:49: Mich hat meine Krankenkasse angerufen und mich nach meinem Vornamen zur Identifizierung gefragt.
00:01:04: Und da war in mir erst eine Ablehnung.
00:01:10: Da war der Gedanke dar, dass das irgendeinen Fishingversuch... Ja, Missbrauch sein könnte meiner Daten.
00:01:28: Als ich gefragt habe worum es ging hat sie gesagt Sie kann mir das nicht sagen wenn ich nicht eindeutig identifiziert bin weil sie mir keine Daten personenbezogenen Daten ausgeben möchte.
00:01:44: Ich hab mich wie in der Zwickmühle gefühlt.
00:01:46: Ich darf nicht erfahren was ist wenn ich nichts von mir preisgebe meinem persönlichen Daten.
00:01:55: Früher wäre mir das wahrscheinlich sogar egal gewesen.
00:01:58: Früher bin ich mit meinen Daten nicht sehr sensibel umgegangen, heute war es mir nicht egal und Ich habe kurz überlegt und abgewogen mache ich das jetzt oder nicht?
00:02:15: Und Schlussendlich hab' ich mein Vornamen gesagt Rückblick glaube ich habe ich deswegen getan weil sie kein Druck aufgebaut hat.
00:02:25: Sie hat gesagt okay Wir können's auch gerne so machen dass sie in der Filiale anrufen sagen ich habe angerufen und dort erfahren sie dann alles wenn sie sich damit sicherer fühlen.
00:02:36: Und ich glaube, das war für mich der Moment wo ich gemerkt habe, okay da ist jetzt kein Druck da und kein Druck ist eigentlich ein Indiz für Vertrauen, merke ich.
00:02:50: Für... Ich öffne mich!
00:02:52: Wenn mir Raum gelassen wird zum Nachdenken, zum eine andere Möglichkeit wählen dann merke Der meint, es war haftig.
00:03:15: Ich habe mir meinen Vornamen mitgeteilt und dann hat sie mir gesagt dass es im Unternehmen Änderungen gibt mit dem Zugangsdaten für meine App.
00:03:25: und ob ist okay wäre wenn sie mir dazu eine E-Mail schickt was sich dann verändert und was das für mich bedeutet.
00:03:33: Und irgendwie habe ich mich glaube ich noch wie benommen gefühlt und hab gesagt ja das ist ok wir haben nochmal die E-Me Adresse abgeglichen.
00:03:41: sie hat mir das gesagt und danach kam diese E-mail.
00:03:47: Und ich war irgendwie völlig perplex danach, weil... Ich das gar nicht verstanden hab.
00:03:53: Erstens was jetzt gerade passiert ist warum mich das so besonders berührt und bewegt?
00:04:02: Ich habe nicht verstanden worum so ein Vorgang der sich für mich anfühlt es würde der jeden Tag stattfinden dass mir irgendjemand eine E-Mail schreibt dass irgendwelche Nutzungsbedingungen sich geändert haben Mein Postfach stürmen ich irgendwie keine Wahl habe, wie sich das diesmal komplett anders angefühlt hat und wie sich es für mich total fremd anfühlt dieses Anders.
00:04:35: Ich glaube, ich kann sagen, ich empfinde das als sehr wertschätzend als sehr Wertschätzenden Umgang meinen Ressourcen gegenüber meiner Zeit meinem E-Mail Postfach meine Daten meine Einwilligung, ich habe die Wahl und... Ich hab mich danach im Telefonat gemerkt.
00:05:08: Hat sich etwas in mir gelöst und es hat sich gut angefühlt.
00:05:13: Am Anfang habe ich mich so... Da war Ablehnung da weil ich dachte okay das ist irgendeinen Missbrauch, irgendein Fake Und dann habe ich gemerkt dass das fühlt sich besser an nachdem ich mich geöffnet habe.
00:05:36: Ich habe mich danach fast wie... also ich fühle danach, wie Scham.
00:05:43: Scham dass sich diesen wertschätzenden Umgang mit mir als so fremd, als so falsch!
00:06:01: Also ne?
00:06:02: Ich dachte es ist fake Wahrnehmung und das bewirkt gerade total vielen mehr.
00:06:15: Wie wertschätzender Umgang für mich auf den ersten Blick, weil ich es nicht gewohnt bin.
00:06:22: Ausseht!
00:06:25: Nicht, weil's das ist aber weil ich das aufgrund glaube der Ungewohntheit als dass noch bewährte Als... wie viel Schutz dann auch da?
00:06:39: Also wie viele Ablehnung dann noch da?
00:06:40: also wieviel schlechte Erfahrung Wobei ich gar nicht so viel schlechte Erfahrungen bisher gemacht habe, aber auch diesen gesellschaftlichen Umgang oder diese Vorsicht.
00:06:59: Diese Achtung ist es ja gar nicht, sondern das ist einfach diese Angst.
00:07:09: Es ist Angst!
00:07:14: Das finde ich gerade total bewegend und auch mal dieser Erfahrung zu haben Wie wertschätzend eigentlich so ein Umgang ist.
00:07:26: Und ich habe mich schon wieder gefragt, okay wie andere Menschen da reagieren?
00:07:30: Ich habe mich auch gefragt, wie das an anderen machen die das nicht zulassen, die diese Informationen ja dann nicht bekommen ob die dann einfach so eine E-Mail bekommen ohne diesen Anruf.
00:07:43: Es mir eigentlich kann es im Grunde Hecar sein.
00:07:48: Ich glaube das war eher so einen Schutz... Ich hab das überhaupt nicht begriffen was da jetzt gerade mit mir passiert ist Und ich weiß auch gar nicht, ob ich es jetzt schon in vollem Maße kann.
00:07:59: Es ist noch relativ furcht.
00:08:03: Trotzdem merke ich... Boah!
00:08:06: Das war eine kleine Geste die ziemlich groß ist.
00:08:09: Ziemlich viel bewirkt.
00:08:11: Was ich auf jeden Fall im Nachgang nach dieser Erfahrung unheimlich interessant beobachte ist zum einen Ich hatte gerade ein unheimliches großes Bedürfnis meine Erfahrung mitzuteilen und habe gerade eine E-Mail an meine Krankenkasse geschrieben mit meiner Erfahrung.
00:08:33: Und wie ich diese Aktion empfinde.
00:08:38: Oana ist mir gerade aufgefallen, dass es in meinem Sprachgebrauch total gängig ist – eine beschwerde E-mail!
00:08:50: Aber ich habe in meinem sprachgebrauchen erst mal nach einem Gegensatzwort gesucht.
00:08:58: Eine Lob-E-Mails.
00:09:03: Auf jeden Fall war da kein so stabiles, verwurzeltes Wort wie Beschwerde-Email.
00:09:13: Das ist klar was es ist und das war für mich total... Also kam als erstes auf.
00:09:20: aber was ist eigentlich der Gegensatz dazu?
00:09:24: Diese Beobachtung fand ich interessant und auch erschreckend!
00:09:33: Es ist mir schon bewusst, dass mein Fokus oft auf Fehlern oder was nicht gut lief oder sowas fällt.
00:09:48: Und trotzdem fand ich es irgendwie noch mal so Augenöffnung nochmal so bezeichnend und in diesem Zuge fande ich auch interessant Wenn ich mir die Zeit nicht genommen hätte zu spüren, oh das macht jetzt aber krass was mit mir und was macht es denn mit mir?
00:10:17: Warum fühlt sich das so?
00:10:20: Also ich habe das an meinem Körper richtig gespürt dass da dieser Widerstand während des Telefonats war.
00:10:26: Und dass es irgendwie mich aufgebühlt hat.
00:10:28: Ich hab das in meinem Körper gespürt und ich weiß nicht ob wenn ich mir den Raum nicht genommen hatte damals kurz still zu sein und mal kurz zu kommen, okay was ist da jetzt eigentlich gerade passiert?
00:10:43: Was macht das mit mir wenn ich diesen Wahrnehmungsmoment nicht gehabt hätte.
00:10:48: Ich weiß nicht, ich glaube ich hätte es anders empfunden.
00:10:54: Ich glaube ich hatte das als nervig, als doof, als unnütz, als bescheuert empfundet und wäre auch mit diesem Gedanken der hätte mich dann auch so durch meinen Tag noch ein Stück weit getragen was verpatscht das sozusagen ist oder ich hätte es als dass bewertet und Ich weiß natürlich nicht wie sich das entwickelt hätte wenn ich diese wahlen getroffen hätte diesen situationen so zu empfinden.
00:11:33: aber wenn ich versuchen würde da reinzufühlen, ich glaube das hätte ja in mir so ein Sohn frohst so eine unzufriedenheit so einen warbaren in mir Verursacht die mich noch so ein stück durch mein tag begleitet hätte Unterschwellig so in all den Dingen, die ich dann getan hätte.
00:11:57: Und jetzt finde ich das als ganz anders.
00:11:59: Jetzt ist irgendwie so eine Freude in mir und so ein... Ach!
00:12:03: Das war aber schön und ja auch so ein Mitteilungsbedürfnis.
00:12:07: also dass irgendwie erzählen zu wollen mich dafür bedanken zu wollen und das finde ich unheimlich interessant Weil ich spüre, wie ich das ja ganz anders in meinen Tag mitnehme.
00:12:25: In die Dinge, die ich tue.
00:12:28: Meinen ganzen Tag meine Weltanschauung gleich oder also so mein Empfinden gleich wieder ganz anders wirken lässt Ich auf einer ganz anderen Schwingung bin.
00:12:44: und wenn ich das jetzt gerade so ausspreche dann ist es für mich im meinem Kopf völlig klar dass das passiert.
00:12:50: Und trotzdem finde ich das gerade so interessant, weil ich das wirklich mal richtig bewusst gerade eben erlebe wahrnehme spüre sehe ausspreche und es macht grad einen Riesenraum dafür auf für diese vielleicht weiß ich nicht eine Minute dreißig Telefonat wie kleine Momente etwas so krass bewirken so krass schwingen lassen können und so krasses weitergetragen werden.
00:13:30: Nur durch die Entscheidung, die ich treffe wie ich das empfinde mit den Raumgeber, die Zeitgeber... Das finde ich gerade unheimlich interessant faszinierend!
00:13:48: Nicht unheimlisch?
00:13:50: Es ist befremdlich noch Schön.
00:13:57: Es fühlt sich schön an, das so wahrzunehmen.
00:14:01: Ich fühle gerade Dankbarkeit dass ich mir diesen Raum schenke.
00:14:05: Ich fühl grad dankbarkeit Dass ich das so aufmache auch ganz kleine Momente Weil ich grade eben so richtig dieses Gefühl in mir habe Das wird groß und weit Ich krieg Luft!
00:14:21: Ich richte mich auf... Das macht total viel so.
00:14:25: Das ist gar nicht, wie ich das beschreiben soll.
00:14:29: Es fühlt sich nach so einem Gefühl in mir an als würde was richtig aufsteigen und raus können im Gegensatz zu dieses morische, was ich dann dieses eher in meinen Bauch zerfressende unterschwellige, mopheliche, frustrierte... Was ich glaube, dass andere gewesen wäre Und das gerade so bewusst mit jedem einzelnen Schritt wahrzunehmen, was das macht wie ich Dinge angehe.
00:15:15: Welchen Raum ich mir gebe wenn ich merke etwas berührt mich hin zu sehen, hin zu hören Was dass meinem Leben gerade schenken kann.
00:15:26: Das ist grad macht gerade enorm viel mit mir da jetzt einfach mal kurz durchatmen zu können dass man so diese Weite sacken lassen zu können.
00:16:00: Und für mich ist es gerade so ein Moment, wo ich wahrnehmen darf wie wundervoll das Leben sein kann Wie einfach?
00:16:12: Wie leicht?
00:16:21: Ehrlich fällt mir das Wort gerade noch ein und ich finde herrlich ist ein wundervoller Schloss.
00:16:27: Ich danke euch fürs Zuhören und fürs Mitbegleiten.
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