Folge 20 - Schuld sein.

Shownotes

In dieser Folge spreche ich über einen Glaubenssatz, den ich lange nicht erkannt habe: Ich bin schuld. Ich entdecke, wie oft ich Verantwortung übernehme, die gar nicht meine ist. Wie sehr mich die Angst lähmt, jemandem wehzutun oder einen Fehler zu machen. Und wie viele Möglichkeiten ich deshalb gar nicht erst lebe. Heute möchte ich den Blick verändern. Weg von der Schuldfrage. Hin zu der Frage: Was ist jetzt da – und was mache ich daraus?

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00:00:02: Heute habe ich so ein ganz schweres Thema, das mich beschäftigt und belastet.

00:00:17: Das liegt so richtig auf der Brust, auf meinem Herzen.

00:00:26: Es fühlt sich für mich an, es würde sich so richtig durch meinen Körper durchdrücken – ganz eng, ganz schwer, ganz bedrückend!

00:00:44: Und das Thema ist heute die Schuld.

00:00:51: Ich glaube... Ich trage diesen Satz ganz tief in mir.

00:01:01: Den Glauben daran, ich bin an allem Schuld.

00:01:09: Ich bin an einem Schuld was Schlechtes.

00:01:19: Negative Emotionen bei jemandem auslöst Was Falsches.

00:01:24: Was schief geht.

00:01:27: Was weh tut All das Und sowas in meinem Umfeld passiert.

00:01:35: Wenn auf jeden Fall irgendwie ist Schuld Hab nicht genug aufgepasst nicht genug gemacht, hätte auf jeden Fall etwas tun können.

00:01:59: Ich glaube diesen Satz trage ich wie so ein Schutzschild vor mir her.

00:02:11: nach diesem Satz lebe ich der ja beschützt mich wahrscheinlich aber was er vor allem auch macht ist mich blockieren.

00:02:33: heute können wir es sehen.

00:02:37: ich liebe es Menschen bei mir zu Hause einzuladen Kinder die vorbei kommen mit meinen Kindern spielen Und gleichzeitig wäre ich das ab, weil ich niemals Schuld sein will an denen was passiert.

00:02:58: Wenn die da sind bin ich die ganze Zeit unter Anspannung.

00:03:02: Schau die ganze zeit hin mach irgendwas.

00:03:11: Ich bin dann wie in so einem ganz komischen Überwachungsmodus Das mich total anstrengend anspannt auslaugt.

00:03:27: auch mit meinen Kindern bin ich nicht gerne alleine weil ich mir das nie verzeihen könnte, wenn ich an irgendeinem Schuld bin, dass denen was passiert.

00:03:42: Ich kann mich an all die Momente erinnern wo irgendwas meinem Sohn passiert ist und dass dem dadurch schlecht ging.

00:03:59: Ich kam mich an jeder eingekwetschten Finger ein, weil ich die Tür zu schnell so gemacht habe.

00:04:09: Kann mich daran erinneren wie er eineinhalb Jahre war und es war Ostern, wir wollten früh zur Familie zum Osteressen.

00:04:25: Und ich bin früh aufgestanden und auf Toilette gegangen und er ist mir hinterher und ist vom Bett gefallen.

00:04:31: Es war das erste Mal dass er gekraubelt hat, dass er vom Bett gefallen ist.

00:04:40: Ich weiß den ganzen Ostertag habe ich wie in der anderen Welt bei meinen Schwiegereltern gesessen habe den ganzen Tag an diesem Morgen gedacht und gedacht, warum hab ich dort nichts gemacht?

00:04:56: Warum hab ich nie irgendwas gemacht.

00:05:02: Ich habe mich den ganzen tag so schuldig... ...und so sehr geschämt.

00:05:16: Ich weiß gar nicht ob wir es überhaupt erzählt haben das ist an dem Morgen passiert ist.

00:05:20: Ich hab mich echt so so geschäm't.

00:05:30: Und dann gibt's irgendwie einen anderen Teil der in mir denkt Aber ich bin auch ein Mensch.

00:05:36: Ich muss auch mal auf Toilette.

00:05:38: Ich kann auch nie an alles denken, kann mir alles kontrollieren, alles sicher machen und wo ist da eigentlich die Grenze?

00:05:59: Wo ist der Gedanke?

00:06:00: Könnte das nie jedem passieren?

00:06:13: Ich sehe was ich dadurch nicht tue.

00:06:22: Ich arbeite zum Beispiel nicht gerne weil ich nicht gerne an irgendwas schuld sein will Obwohl ich arbeiten liebe.

00:06:30: Ich übernehme mich gerne auf der Arbeit Verantwortung, obwohl ich das gerne mache oder?

00:06:35: Aber ich will nicht an irgendwas schuld sein!

00:06:39: Mir fallen heute tausend Dinge ein die ich nicht tue weil ich nicht daran schuld sind möchte Weil ich ja diesen Glauben hab... ...ich bin schuld.

00:06:53: Wenn irgendwas Schreckliches passiert, dann bin ich schuld.

00:06:58: Ich denke an alle Momente in meinem Leben In denen ich mich als ich nicht tagelang damit beschäftigt habe, wenn irgendwas passiert ist auf der Arbeit oder mein Freundeskreis.

00:07:12: Wenn irgendjemand sich wegen mir schlecht gefühlt hat, wenn irgendetwas auf der arbeit falsch gelaufen ist... Ich könnte wahrscheinlich auch da tausende Momente aufzählen, in denen ich tagelange wach lag und mich gefragt hab was hätte ich anders tun können?

00:07:37: mich schuldig gefühlt habe, ich geschämt hab.

00:07:46: Das wegt halt so schwer auf mir und trotzdem möchte ich dran glauben dass das heute so schwer in mir wiegt weil es vielleicht auch endlich mal gehen kann.

00:08:05: dieser Satz dass sich diesen Satz endlich mal loslassen kann weil Ich bin ein Mensch!

00:08:12: Ich mach Fehler andere Menschen...ich verletze nie weil ich das will und trotzdem tue es.

00:08:24: Ich pass nicht auf, ich weiß auch mal unaufmerksam bin, dass ich ein Mensch bin Und ich sehe, dass sich mein Fokus verändern möchte Dass ich anfangen möchte anders auf eine Situation zu blicken Wenn etwas passiert Das ich als negativ schlecht oder wie auch immer bewährte.

00:08:57: Ich möchte nicht mehr gucken, wegen wem ist das.

00:09:02: Wer ist schuld?

00:09:04: Ich möchte diesen Blick darauf loslassen, weil ich mich frage was dient mir das eigentlich außer dass es abgeben kann.

00:09:14: Dass ich sagen kann okay der er sehr schuld.

00:09:19: aber jede Situation die mir wieder fährt in der ich mit irgendwie drin stecke dient me auch.

00:09:27: da bin ich fest davon überzeugt.

00:09:28: und Dann dient mir doch viel mehr, wenn ich darauf gucke.

00:09:33: Okay was ist jetzt passiert?

00:09:36: Was macht es mit mir und meinem Leben?

00:09:39: Und was mache ich jetzt damit?

00:09:42: Wenn nicht mehr auf die Veränderung gucke als... Auf die Schuldzuweisungen!

00:09:48: Wenn ich mehr gucke, was mache Ich jetzt daraus?

00:09:52: Wie kann ich das abgeben?

00:09:54: Bin ich Schuld oder der andere?

00:09:58: Was dient man da eigentlich?

00:10:04: Das ist heute ganz groß von mir Und es ist quasi auch schon da, wo ich hin möchte.

00:10:16: Ich bin gespannt ob ich das umsetzen kann.

00:10:19: Ob sich das verändern würde in meinem Leben?

00:10:26: Ich wünsche mir auf jeden Fall.

00:10:34: Ich denke euch was zuhören und fürs Mitbegleiten!

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