Folge 23 - Angst vor Monstern.
Shownotes
Gestern Abend brachte ich meine Kinder ins Bett. Mein Sohn sagte: „Ich habe Angst vor Monstern.“
Und plötzlich verstand ich etwas, das ich vorher nie gesehen hatte. Ich glaube nicht mehr, dass er Angst vor Monstern im Außen hat. Ich habe Angst vor Monstern!
Ich glaube, ich habe Angst vor dem, was in mir auftaucht, sobald es still wird.
Vor den Gefühlen, die tagsüber keinen Platz hatten. Vor den Gedanken, die ich weggeschoben haben. Vor all dem, was gesehen werden möchte.
Noch schwerer ist für mich, diese Monster mit anderen zu teilen.
Heute kann ich das zum ersten Mal aussprechen: Ich habe Angst vor dem allein sein.
Und genau darin liegt für mich etwas Tröstliches. Denn ich glaube, mit dieser Angst bin ich nicht allein.
Transkript anzeigen
00:00:01: Gestern Abend war für mich sehr intensiv und da ist was passiert, dass mir heute Klarheit für mich gibt.
00:00:23: Mich einen Satz aussprechen lässt den ich vorher nicht gesagt hätte.
00:00:32: aber seit heute Morgen weiß Ich habe Angst vor Monstern Glaube ich jetzt meine Kinder sehr viel mehr.
00:00:54: Gestern Abend habe ich mein Sohn und meine Tochter ins Bett gebracht.
00:01:02: Und vorher waren sie verknült, sie haben Hörbuchhörungen gewastelt... ...und dann kam der Moment wo sie ins Bett gehen sollten.
00:01:12: Licht aus!
00:01:13: Musik aus!
00:01:15: Stiller!
00:01:19: Und mein Sohne meinte er hat Angst.
00:01:22: Er hatte Angst vor Monstern.
00:01:25: Vorher waren es Räuber Und ich habe ihn versucht zu begleiten, noch ein bisschen Musik anzumachen.
00:01:34: Leiser... ...zu streicheln.
00:01:37: Immer mal wieder reinzukommen.
00:01:46: Zwischendurch kam meine Tochter rein und brauchte irgendwie Hilfe und hab gesagt, ich komm gleich.
00:01:51: Ich hab gerade noch beim Johann zu tun.
00:01:56: Als ich rüberkam zur meiner Tochter, saß sie auf dem Fußbuchen, hat ganz höchstelig geweint und gezittert.
00:02:08: Ich habe versucht, mit ihr irgendwie Kontakt aufzunehmen.
00:02:10: Sie versucht irgendwie eine Verbindung zu kriegen um rauszufinden was los ist.
00:02:17: ich hab immer wieder gesagt sie soll mir doch bitte sagen was los is oder Versucht es irgendwie auch sehr herauszukriegen.
00:02:25: Ich habe gemerkt dass ich wütend wurde und das gesagt habe okay wenn du jetzt nicht mit mir redest dann gehe ich jetzt ins Bett.
00:02:30: ich bin müde Und ich war hin und her gerissen zwischen diesem Sack mit, ob bitte was los ist.
00:02:42: Und okay tschau dann geh' ich.
00:02:47: Aber was ich nicht konnte es mit ihr sein.
00:02:49: Ich konnte mit diesen Gefühlen nicht sein einfach da Zumindest nicht die ersten Minuten.
00:02:56: Irgendwann habe ich's dann gemacht, ich hab mich hingesetzt Und hab angefangen von mir zu reden.
00:03:04: Dann löste sich das langsam Became ein Zugang zu ihr Und lag zum Schluss mit ihr im Bett Arm in Arm und sie erzählte mir was los war.
00:03:14: Dass sie sich ausgeschlossen gefühlt hat, allein gefühlede.
00:03:22: Und bisher auch meine Tochter hatte oft dass sie halt Angst vor Monstern.
00:03:29: Ich da mich immer gefragt was das ist für Hermione ein sicheres Haus?
00:03:33: und ich bin da!
00:03:36: Und ich glaube ich habe für mich verstanden... ...ich glaube Sie haben keine Angst vor Monstern im Außen.
00:03:45: Ich glaub sie haben Angst vor monstern im Innen.
00:03:49: diese Monster, die hoch kommen wenn es still wird.
00:03:54: Die Monster die sich den ganzen Tag in mir befinden denn ich habe Angst vor Monstern und ich hab Angst dass sie rauskommen in der Stille.
00:04:06: das was da ist wenn ich irgendwas durfte am Tag aber der tag einfach gleich weiter geht die nächste Aktion passiert das nächste Gespräch nicht weitermachen Das geht ja nicht weg Das speichert sich ja irgendwo in mir.
00:04:25: Und dann wenn ich ruhig werde, kommt es hoch.
00:04:28: Nicht weil mich das ärgern will sondern weil es nicht in mir drin ist.
00:04:32: Das gehört nicht in mich rein.
00:04:35: Das will wieder raus und ich habe Angst vor diesen Monstern in dieser Stille.
00:04:42: Ich habe Angst vordem was dann hochkommt Meine Gedanken meine Gefühle All das was dich furchtbar angefühlt hat am Tag Ich dann aber runtergeschluckt hab weitergemacht aber was ja irgendwie raus will.
00:04:57: Und da sind Dinger, die nicht nur an dem Tag waren sondern da sind Dinge, die noch mein ganzes Leben lang da irgendwie rumgeschlummert sind und die hoch kommen und wo denen ich immer noch Angst habe.
00:05:14: Ich weiß jetzt dass ich Angst hab vor diesem Monster.
00:05:18: Ich hab Angst allein zu sein!
00:05:21: Ich hab' Angst das die Monster dann kommen... ...und ich hab' angst diese Gefühle mit anderen zu teilen.
00:05:32: Ich habe Angst, über meine Gefühlen zu sprechen oder über das was ich wahrnehme und ich kann sehen ich schäme mich so stark für diese beiden Ängste.
00:05:43: So krass!
00:05:46: Ich habe Schäme, mich und hab Angst es auszusprechen.
00:05:52: Und gleichzeitig sehe ich heute... ich weiß.. ich bin damit nicht allein.
00:05:57: Ich bin nicht damit allein dass Menschen Angst haben allein zu sein Mit sich, mit ihrer Wahrnehmung.
00:06:04: Ich bin nicht damit allein, dass Menschen Angst vor Manstern haben.
00:06:08: ihren eigenen und ich bin auch nicht alleine mit Dass es Menschen da draußen gibt die Angst haben über ihre Gefühle zu sprechen über ihre wahren gefühle.
00:06:24: das glaube ich einfach Da bin ich mir sicher.
00:06:29: Und vielleicht ist dieser Glaube heute der Schlüssel um mich selber einzubestehen.
00:06:39: Ich darf Angst haben in der Angstform allein sein.
00:06:47: Und irgendwie macht das heute viel mit mir.
00:06:53: Irgendwie gibt es mir mehr Sicherheit, irgendwie gibt mir das mehr Raum, mehr Ruhe und irgendwie auch ein Stück weit Akzeptanz und Erleichterung dass ich das aussprechen kann.
00:07:10: Ja... Ich habe Angst vor Monster!
00:07:15: Ich hab' Angst diese Monster mit anderen zu teilen.
00:07:23: Danke fürs Zuhören Danke fürs mitbegleiten.
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