Folge 25 - Spar-Flamme.

Shownotes

Mein Sohn hat lange Geld gespart. Er war stolz darauf. Nicht nur auf das Geld. Sondern auf seinen Weg und seine Entscheidung.

Als er anderen davon erzählte, hörte ich immer wieder denselben Rat: „Pack das lieber weg.“

In diesem Moment wurde mir etwas bewusst. Wie oft verstecke ich selbst das, worauf ich stolz bin? Nicht, weil ich es nicht zeigen möchte. Sondern weil ich Angst habe, was es bei anderen auslösen könnte.

Heute sehe ich, wie sehr dieser Gedanke mein Leben geprägt hat. Was werden die anderen denken? Ich möchte diese Frage nicht länger über mein Leben entscheiden lassen. Denn die Reaktion eines anderen erzählt etwas über ihn. Nicht über mich.

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00:00:01: Heute beschäftigt mich ein ziemlich großes Thema, merk ich.

00:00:11: Die letzten Tage habe ich das schon beobachtet und hat es gar nicht so groß angefühlt.

00:00:15: aber jetzt wo ich nochmal so reingehe merke ich, oh das ist doch was ganz Tiefes von mir.

00:00:28: Wir hatten bei uns in der Familie jetzt das Thema.

00:00:35: Mein Sohn hat Geld gespart.

00:00:38: Er wollte sich eine Playstation kaufen und hatte dreihundertsechzig Euro zusammengespart.

00:00:48: Er kam zu uns und meinte, ja kann ich jetzt mir die Playstation kaufen?

00:00:53: Und wir haben uns sehr viel Zeit genommen dafür um das mit ihm zu besprechen.

00:01:02: Ich hab von mir erzählt was ich in meinem Leben gemacht habe Geld wie oft ich Geld schon ausgegeben hat für Konsumküter und danach immer unglücklich war.

00:01:12: irgendwie.

00:01:16: Ich fahre mir jedes Mal die Momente mit ihm.

00:01:18: in den letzten, das heißt nicht ein zwei Wochen geht das Thema jetzt mit verschiedenen Sachen.

00:01:25: Weil er hat jetzt gespart und möchte jetzt gern was ausgeben.

00:01:30: Und ich fand die Momenten mit ihm die Gespräche so schön weil ich habe mir Zeit genommen dafür.

00:01:39: Ich bin bei mir geblieben ob es von mir erzählt hab ihm nie das Gefühl gegeben fand ich dass ich ihm das verbiete oder oder ihm eine Reinquatsche, oder ihm ein Moralpredigt geben will.

00:01:53: Sondern ich habe ihm einfach erzählt wie ich sehe was mir wichtig ist Was ich für Erfahrung gemacht hab und habe ihm einen Raum gegeben Und die Möglichkeiten gegeben.

00:02:05: auch Ich habe ihm gesagt du kannst deine Erfahrung machen Kannst das ausgeben?

00:02:09: Hast du das Geld dafür gespart?

00:02:12: Das ist dein.

00:02:13: Du kannst machen was du willst damit.

00:02:17: Und trotzdem war es für mich so schön zu sehen, dass er für mich wundervolle Entscheidung getroffen hat.

00:02:27: Er hat sich gegen die Playstation entschieden und dafür einfach ein schönes Spiel gekauft was ihm Freude gemacht hat.

00:02:49: Ich hatte nie das Gefühl, dass er diese Entscheidung jetzt aus irgendeinem... Ja, wenn meine Eltern das sagen macht.

00:02:57: Er war stolz sogar!

00:02:58: Er hat es vor anderen Menschen erzählt und gezeigt wie er sich entschieden hat.

00:03:03: Das hat mir das Gefühl gegeben Dass er wirklich happy damit ist Obwohl er trotzdem auch traurig war Dass auch mitgeschwungen ist Dass er nicht die Playstation hat.

00:03:18: Jedes Mal, wenn das Gespräch war, war er auch traurig.

00:03:22: Das ist nicht einfach nur ich will die Plastik und es kriegt die Plästichern fertig.

00:03:29: Aber es war halt eine andere Traurigkeit.

00:03:32: Es waren dann erst die Traurigkeiten der Frust irgendwann später, wenn die PlASTIKN da ist und irgendwie keine Freude mehr bereitet, sondern es war anders Und... Ich habe das das erste mal so miterlebt, das erste Mal so viel Raum mir genommen und Zeit genommen.

00:03:52: Das war richtig schön für mich.

00:03:57: Und weil ich mir so viel Raum und Zeit genommen habe, hab' ich was gesehen... ...was sich für mich nicht gut angefühlt hat.

00:04:07: Mein Sohn hatte es die letzten Tage immer wieder wenn Menschen bei uns zu Hause waren gezeigt, darüber geredet, wer ihnen das beschäftigt hat Weil er stolz war, weil er gezeigt hat hey!

00:04:22: Ich hab mich für dieses in jedem Sinn entschieden Und da kam auch das Thema Geld auf.

00:04:27: Er hat dann gezeigt, ja guck mal ich habe dreihundertsechzig Euro gespart und er ist ganz stolz mit rumgewedelt und er wollte sich auch unbedingt von meinem Mann geben lassen und wollte sie in die Händen halten und es war für ihn ein ganz großes Gefühl!

00:04:45: Das war für mich, hab' ich gedacht dass er stolz war.

00:04:51: Er war stolz, dass er so eine große Summe hatte was passiert ist, dass ganz viele gesagt haben ja pack die mal weg legt die mal nicht in dein Zimmer versteckt sie mal irgendwo.

00:05:16: und da habe ich gemerkt es fühlt sich für mich nicht gut an warum?

00:05:24: Ich verstehe das warum.

00:05:26: Ich versteh' die Sorge.

00:05:28: dann kommt's vielleicht weg Dann verlierst du es vielleicht, vielleicht klaut so auch jemand wenn nur zu dreihundertsechzig Euro Kinderzimmer hast und es kommen vielleicht Freunde zu Besuch oder sowas kann halt wegkommen.

00:05:42: Und der Gedanke hat mich traurig gemacht, dass dieser Stolz eigentlich versteckt werden muss.

00:05:57: Da habe ich irgendwie an mich als Erwachsener gedacht wie oft zeige ich meinen Stolzen nicht aus Angst.

00:06:11: was macht das mit anderen?

00:06:14: Wie oft rede ich nicht darüber, wen ich wähle?

00:06:18: Wie viel Geld ich habe.

00:06:21: Welchen Erfolg ich gemacht habe?

00:06:22: noch nie mal jetzt in Leistung sondern auch einfach vielleicht für mich ein Erfolg aus Angst.

00:06:29: was macht es mit dem anderen?

00:06:33: und da kam mir gleich also das Thema ist so richtig tief auch in meinem Bauch Da kommen so viele Themen die damit dranhängen weil ich denke Da kommt gleich wieder das Thema in mir hoch, dass ja wie so eine Täter Opfer umkehr.

00:06:51: So wie du darfst es nicht zeigen aus Angst.

00:06:54: was macht das mit dem anderen?

00:06:58: Und ich habe einen Satz den ich noch aus meiner Kindheit so erkenne Was werden wohl die Anderen denken?

00:07:06: Das wären wohl die andern sagen.

00:07:09: und dieser Satz hat in mir Werd nie Sinn gemeint.

00:07:12: Ich fand ihn zum kotzen!

00:07:16: Und heute hab' ich das Gefühl ich hab irgendwie ne Antwort auf diese Frage Denn was das mit den anderen macht, ist... Das zeigt die Anderen.

00:07:29: Das zeigt, was die andern denken, was sie anderen fühlen Was die werte Vorstellungen der Anderen sind.

00:07:39: Aber es sagt nichts über mich aus.

00:07:44: Und auch da Wenn andere Menschen das klauen Okay, zeig dass das Die vielleicht neidisch sind, wir das nicht gehören oder was auch immer Oder ein sehr etwas Schlechtes sagen dann zeigt das die anderen nicht mich und deswegen muss ich mir keine Gedanken darüber machen was es mit anderem macht.

00:08:11: weil was macht das denn mit mir wenn ich anfange dass vielleicht doch nicht lieber zu zeigen aus angst was das mit anderen macht nämlich mich ganz klein und mein leben fängt an sich zu verstecken meiner folg fängt ansich zu versteck Meine Fülle, mein Leben fängt an sich zu verstecken.

00:08:36: Aus Angst was das mit den anderen macht.

00:08:40: und da kam mir auch der Gedanke wir sind ja keine Tiere Wir haben ja moral Und wenn die verloren gegangen ist dann stimmt etwas mit dem Anderen nicht aber doch nicht mit mir.

00:08:57: Also ich denke halt auch in dieses große Thema wenn gesagt wird Ja sie hat ein Minirock getragen Aber Männer können auch ihre Instinkte bewusst einsetzen und sind kein Opfer ihrer Instinkte.

00:09:13: Aber was wird es, wenn der Täter geschützt wird sozusagen?

00:09:19: Dann wird ja... dann dreht sich das ja um und auf einmal wird derjenige den Miniroktrik oder viel Geld hat ein Opfer weil er muss sich dann verstecken!

00:09:28: Da ist ja wieder so viel Scham und Schuld.

00:09:30: und Das ist zum großes Thema.

00:09:35: Ich habe's groß gemacht weil mein Sohn dreihundertsechzig aufgespart hat.

00:09:40: Aber ich habe all das darin gesehen und... Ich hab für mich gesehen, vielleicht darf ich diesen Satz diese Frage auch endlich mal loslassen, weil die beeinflusst mein Leben.

00:09:59: Die Frage was macht es mit anderen beeinflußt mein Leben?

00:10:04: Meine Fülle, meine Freude, meinen Erfolg, mein Glück.

00:10:10: denn ich glaube Ich erlaub mir das nicht zu zeigen.

00:10:17: Ich erlaube mir nicht, mich darin zu zeigen und das will ich nicht mehr!

00:10:27: Ich bin gespannt ob dieser Satz diese Frage dieser Gedanke dieses was ich damit mache gehen darf.

00:10:43: Und ich danke euch fürs Zuhören und fürs Mitbegleiten.

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