Folge 38 - Ver-rückt.

Shownotes

In dieser Folge nehme ich dich mit in einen Gedanken, der bei mir beim Schauen von Babylon Berlin entstanden ist.

Ich schaue auf die unglaubliche Entwicklung der Menschheit im Außen – und gleichzeitig auf das, was in mir noch von Kampf, Flucht, Misstrauen und Überleben geprägt ist.

Ich glaube für mich erklärt das ein Stück dieser seltsamen Diskrepanz: Ich habe heute vieles, was ein ruhiges und erfülltes Leben möglich macht. Und trotzdem fühlt es sich in mir nicht immer so an. Dabei entsteht für mich ein neuer Blick auf meine Entwicklung.

Ich glaube mehr und mehr, es geht gar nicht darum, dass mit mir etwas nicht stimmt. Sondern es geht darum, dass mein Innen seinen eigenen Weg ins Jetzt geht. Und dieser Weg fühlt sich manchmal an wie eine Reise zurück. In alte Zeiten. In alte Gefühle. In alte Muster.

Und wenn ich wieder auftauche, bin ich nicht am selben Punkt wie vorher. Keine Rückkehr im Kreis. Eine Bewegung in Spiralen. Immer wieder ein Stück mehr im Jetzt.

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00:00:01: In den letzten Tagen habe ich die derzeit letzte Staffel von Babylon Berlin geguckt.

00:00:13: Und ich hab diese Staffel schon mal geguckt vor ein paar Jahren und weiß noch, dass ich sie damals unheimlich spannend fand und toll.

00:00:23: Jetzt wollte ich sie mir nochmal angucken weil die letzte Staffeln demnächst rauskommt.

00:00:32: Von Folge zu Folge dachte ich immer wieder warum gucke ich das eigentlich noch?

00:00:37: Ich finde es furchtbar!

00:00:40: In meiner Wahrnehmung war es dunkel, grau und kalt.

00:00:45: Und alle waren so intrigant und keiner hat dem anderen vertraut und nur Kampf.

00:00:54: Ich dachte warum guck ich das?

00:00:56: Warum fand ich das toll?

00:00:58: Warum gucke ich das jetzt weiter?

00:01:02: Und auch guckte ich irgendwie eine Folge nach der nächsten.

00:01:09: Ein Teil von mir will das gar nicht und ein anderer Teil von ihr wollte.

00:01:14: Ich dachte, was ist denn welcher Teil?

00:01:18: Warum?!

00:01:21: Und heute gibt es einen Moment wo ich das Gefühl habe dass Klarheit in mir entsteht!

00:01:33: Ich hatte heute einen echt interessanten Gedanken.

00:01:41: Wenn ich auf uns als Menschheit schaue, hab' ich den Gedanken, dass wir uns in den letzten Jahren so krass und schnell außen entwickelt haben.

00:02:00: Ich habe die Tage erst mit meinem Mann, war jetzt der elfte September, gedacht wie viel ich in meinem Menschenleben schon an Entwicklung mitgemacht hab.

00:02:12: Handys wurden erfunden Computer wurde von Internet Corona, Elfter September um nur einige zu nennen, die mir eingefahren waren.

00:02:26: Und auch wenn ich jetzt Babylon Berlin sehe, das spielte in den letzten Jahren.

00:02:30: Da war meine Oma acht Jahre alt.

00:02:32: Das sind jetzt fast hundert Jahre.

00:02:40: Wenn ich da so drauf blicke auf diese Serie und darüber nachdenke wie meine Omas groß geworden ist... ...und auch meine Eltern in der DDR mit der Stasi und eine Krieg.

00:02:53: Mit diesem wenn ich auf die Sähe blickel und denke wow!

00:02:58: Wie furchtbar ist es früher für diese Menschen gewesen?

00:03:06: Niemand vertrauen zu können, so am Hungertuch zu nagen.

00:03:10: Die ganze Zeit so Existenzängste zu haben.

00:03:15: So oft vielleicht das Gefühl zu haben oder den Gedanken, den kann ich nicht vertrauen.

00:03:20: und selbst da habe ich irgendwie nochmal daran gedacht wenn wir Menschen noch Jäger und Sammler waren, noch überall der Sebelzahn-Tiger war.

00:03:35: Ich finde das so beachtlich dass es gefühlt noch gar nicht lange her ist!

00:03:40: Dass wir uns so schnell, so krass weiterentwickelt haben.

00:03:44: und wo ich heute stehe... ...dass der Kühlschrank immer leer ist, dass es fast selbstverständlich ist eine sehr Krankenversorgung und ein Haus.

00:03:54: und darüber im Kopf zu haben Wenn ich darüber nachdenke, dass es für mich eigentlich so einfach ist ein glückliches ruhiges zufriedenes Leben zu führen.

00:04:11: Dem ich ganz in Ruhe einen Tee trinken kann und ganz in ruhe kochen kann.

00:04:17: Natürlich gibt es auch Herausforderungen natürlich gibt Es auch Momente wo das Geld knapp ist oder irgendwas.

00:04:24: aber wenn Ich das vergleiche Denke ich daran, dass sich im Außen eigentlich so viel habe und kann.

00:04:40: Und dann ist da noch was anderes, nämlich wenn ich mich beobachte, wähle ich es nicht weil ich das Gefühl habe, ich kann es nicht.

00:04:58: Heute hatte ich den Blick darauf, dass ich dachte Ich empfinde es, dass wir uns in unserem Mensch sein, in unseren... Was wir haben können So krass im Außen gewandelt haben und verändert haben.

00:05:17: Und ich finde, wenn ich auf mich blicke bin ich nicht hinterhergekommen.

00:05:26: So oft habe ich in mir noch das Gefühl... Ich bin immer noch auf der Flucht!

00:05:44: für gegen andere kämpfen zu müssen, irgendwas verteidigen zu müssen kommen immer noch nicht zur Ruhe und habe das Gefühl ich hänge in mir immer noch in der Zeit als Jäger und Sammler.

00:06:03: In mir immer nur in der zeit von Krieg und Überleben.

00:06:08: Und das ist glaube ich dass was mich in meinem Leben oft so hart straucheln lässt und mich zweifeln lässt.

00:06:17: Und mich fragen, dass ich habe doch eigentlich alles.

00:06:20: Wenn nicht undankbar mache ich irgendwas falsch oder zu wenig zu viel weil das innen und das außen Das ist für mich überhaupt nicht in Harmonie.

00:06:35: Ich kann das für mich gar nicht genießen!

00:06:38: Ich kann es für mich garnicht in Ruhe mehr erlauben.

00:06:46: und das finde ich gibt mir heute irgendwie so ein Stück Ruhe zurück Weil das für mich irgendwie Sinn macht und weil es für mich auch eine Art Bestätigung und Argument ist, dafür was ich ständig in mir fühle.

00:07:08: Und so diese Diskrepanz ich wahrnehme und mich immer fragt wo kommt die her?

00:07:17: Ich weiß nicht vielleicht bastelig mehr dass er mich zurecht damit das Sinn macht, aber irgendwie macht das für alles habe und alles könnte ich das aus mir heraus noch nicht kann.

00:07:38: Und auch da sehe ich, dass ich auf dem Weg dahin bin total!

00:07:44: Dass ich in mir Frieden einkern lasse, dass sich in mir Ruhe einkehren lasse und dann im Außen das auch wählen und nutzen und genießen kann.

00:08:07: als würde ich noch in das Zurück reißen.

00:08:11: Als würde ich manchmal noch in die Zeit zurückreißen des Krieges und dort sein, und erst wenn ich dort sein kann und sagen kann okay dann kann ich irgendwie ihm in und außen auch wieder zurückkommen und hier sein.

00:08:28: aber der Weg um es innen und Außen in Harmonie zu bringen führt mich oft noch in diese Zeit zurück aus der Ich komme aus der meine Vorfahren kommen, aus dem die Menschheit kommt und aus dem wir uns entwickelt haben auch aus einem... naja Schmerze raus, aus einem okay das will ich besser und will nicht anders.

00:09:03: aber für mich fühlt es sich immer wieder an.

00:09:06: Es wird den Loop zurückdrehen und dann wieder ein Stück mehr im Jetztankommen Und ich frag mich immer wieder, bin ich falsch?

00:09:18: Ich weiß dass ich nicht immer wieder dahin zurückkehre und wieder herkomme.

00:09:22: Ich bin schon immer wieder ein anderer Mensch wenn ich dahins rückhehre... ...und wieder einen anderen Menschen wenn ich wiederher komme.

00:09:27: Es ist kein Kreis sondern schon eine Spirale Aber es macht für mich viel das zu sehen Den Gedanken in mir ankommen zu lassen Das alles zu beobachten.

00:09:48: Ja das macht viel auf Aber macht auch viel Ruhe.

00:10:04: So oft kann ich nur das Wort verrückt wählen.

00:10:13: Danke fürs Zuhören und danke fürs Mitbegleiten!

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