Folge 40 - Getrennt.
Shownotes
Früher war ich jeden Tag dieselbe – wie eine Maschine. Und irgendwie leer. Getrennt.
Ich habe Job von Freizeit getrennt. Familie von Freunden. Und im Grunde alles in mir.
Heute stehe ich jeden Morgen auf und bin eine andere. Und manchmal bin ich sogar alles zu gleich.
Ich merke, es macht keinen Sinn mehr für mich zu trennen, weil der Wunsch nach Zusammen steigt.
Was, wenn ich gar nicht nicht ins Leben passe? Wenn ich gar nicht zu schwach für das Leben bin?
Was, wenn es einfach nicht mein Leben war? Wenn ich einfach die Stärke in meinem Leben noch nicht entdecken konnte weil ich mit anpassen an ein anderes Leben beschäftigt war?
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00:00:02: In meiner letzten Folge habe ich über Sprache gesprochen und was für mich kleine Worte ausmachen, in Haltung befinden.
00:00:22: Und auch wie ich wirke, wie meine Energie in meinen Taten gesteckt werden.
00:00:39: Noch so ein Wort, das für mich unheimlich viel zeigt und viel bewirkt.
00:00:51: Das Wort ist aber... Ich sehe immer, immer deutlicher wie sehr ich in meinem Leben Dinge voneinander getrennt habe.
00:01:14: Gerade eben lege ich zum Beispiel im Bett.
00:01:19: Es ist Montag früh um acht Uhr, ich lege im Bett.
00:01:27: Es gibt ein Teil von mir, der denkt wie faul.
00:01:34: Wie kann ich nur?
00:01:38: Und es gibt einen anderen Teil, der gerade etwas sieht und total fasziniert ist davon und beschämt.
00:01:47: auch Ich lege im Bett und habe total viele Ideen.
00:01:54: Ich notiere grad, ich sitze hier und nehme mein Podcast auf Im Schleiberanzug im Bett.
00:02:01: Wontag frühmacht!
00:02:05: Und ich sehe, wie viel ich gerade empfangen kann.
00:02:08: Ich kann früh am Morgen und Vormittags immer unheimlich viele Dinge empfange, Ideen, Erkenntnisse... ...und was ich brauche ist oft dafür, Ruhrstille, Rückzug noch im Bett in meinem sicheren Hafen zu legen.
00:02:30: Da kann ich am besten empfagen!
00:02:38: wie ich mir gestern Abend und heute früher eigentlich ausgemalt habe, wie ich heute morgen super fit aufstehe.
00:02:44: Ich anziehe und Frühstück mache und mich dann in meinem Büro sitze.
00:02:49: Und wie ich das früher auch getan habe?
00:02:52: Wie oft ich mich früher angezogen hab von ins Büro gefahren bin und da gesessen habe und etwas getan habe.
00:03:02: aber vom Produktivität weiß ich nicht ob ich davon sprechen kann.
00:03:07: Ich habe Dinge getan und umgesetzt Aber ob die wirklich immer so auf den Punkt zu zielgerichtet so fokussiert waren, wie jetzt würde ich bezweifeln.
00:03:26: Wie oft ich quasi im Außen produktiv aussah und trotzdem manchmal nur gewartet habe bis die Zeit um ist und die Arbeit vorbei, bis sich ausstechen kann?
00:03:43: Und wenn ich das so betrachte frage ich mich warum?
00:03:50: Warum ist es in meinem Kopf so schwer auszuhalten und warum will ich das so hart trennen?
00:04:00: Warum ist's, wenn es im Außen produktiv aussieht oft gar nicht der Fall.
00:04:07: Und wenn es am Außen eigentlich baul- und weiß ich nicht wie er aussieht, will ich mir glaube ich gerade gar nicht erlauben auszusprechen.
00:04:19: Doch ich tu es!
00:04:21: Vielleicht sieht es depressiv aus, vielleicht sieht es faul aus.
00:04:26: Aber Spüren tue ich viel mehr Lebendigkeit, Ideen und Freude darauf als ich sie am Schreibtisch in einem hübschen Outfit getan habe.
00:04:44: Und das ist für mich gerade so krass das irgendwie zusammenzuführen.
00:05:01: Ich bin nicht nur produktiv, wenn ich geduscht gefrühstückt am Schreibtisch sitze, sondern auch noch früh im Bett legen kann.
00:05:10: Auf eine ganz andere Art Produktive bin vielleicht nicht wahrlich mache, sondern einfach am Zange.
00:05:21: und das habe ich früher nicht zusammen gekriegt Und auch andere Dinge habe ich nicht zusammengekriegt.
00:05:30: Am Wochenende habe ich wieder gesehen Das ist mir zum Beispiel unheimlich schwerfällt zu sagen, hey mein Mann geht los.
00:05:42: Hab einen schönen Tag, hab Freude wenn er ein Ausflug macht und ich gleichzeitig denke auch es wäre so schön wenn du hier bleibst und wir dieses und jenes zusammen machen und das mir so schwer fällt beides zusammen auszusprechen Und ich mich frage warum darf aber nicht beides zugleich da sein?
00:06:03: So darf ich mich für dich freuen unten Mich freuen, wenn du sagen willst auch weißt ich bleib doch hier hast uns irgendwie was zusammen kochen und gemütlichen Nachmittag machen.
00:06:16: Fällt es mir so schwer beides da sein zu lassen und auch noch beides auszusprechen?
00:06:30: Das Gleiche spüre ich in dem Wort.
00:06:35: aber Ich habe irgendwann mal gehört dass Aber in unserem Kopf wirkt wie ein Radiergummi Wenn ich sage zum meinem Kind Ich sehe, dass du ein Eis haben möchtest.
00:06:53: Aber wir müssen jetzt nach Hause und ich muss noch abmocken.
00:06:58: Dann wirkt es wie ich sehe das?
00:07:01: Aber es ist mir egal.
00:07:02: Das ist wichtiger oder das ist wichtiger.
00:07:07: Das kann gerade nicht stattfinden weil das andere mehr wichtig ist.
00:07:16: Und das sind die so faszinierend und ich habe das wirklich lange Zeit auch beobachtet auch gerade in dem Zuge, dass ich oft sage... Ich will ja zum Beispiel nicht dies oder das aber.
00:07:36: Ich will jetzt nicht sauer auf dies sein, aber du hast dies und das getan.
00:07:43: Dann frage ich mich warum sag' ich das so?
00:07:48: Wenn ich das doch nicht sein will, warum mache ich es dann trotzdem?
00:07:52: Und ich merke, dass dieses Aber auch wieder eine so eine Brücke schlägt.
00:08:05: Ich will das eigentlich gar nicht tun, aber eigentlich will ich es tun und durch das Arbeiten darf ich's mir erlauben!
00:08:13: Und auch durch das Aber meinen sie irgendwie wichtiger?
00:08:24: Das ist etwas, dass ich gar nichts tun möchte.
00:08:26: und die mehr ich darauf achte und versuche etwas anderes zu sagen kommt auch was ganz anders dabei raus.
00:08:41: Ich sehe, dass du ein Eis essen möchtest und gleichzeitig möchte ich noch Abendbrot machen.
00:08:47: Und ich merke das dann in mir etwas kommt was Gemeinsamkeit entstehen lässt Dein Starfraum haben und mein Starfraum haben.
00:08:57: Du darfst noch ein Eis Essen wollen und ich darf auch Abendbrottessen machen wollen.
00:09:01: Wie kriegen wir das zusammen hin?
00:09:05: Früher es sich aber gesagt habe sie mir da nach Hause gegangen und ich hab Abendbröt gekocht.
00:09:12: Heute entsteht eher so was wie hey, weil wir irgendwie im Supermarkt ein Eis kaufen und du ist es auf dem Weg nach Hause oder sowas.
00:09:21: Oder wir haben zuhause noch ein Eis So ein Gespräch kommt dann zur Stande Und auch so eine Tat guckt dann zur stande.
00:09:30: Die ist früher nie zur standen gekommen Weil dieser Satz hat alles war wie ein Totschlag argument und ich merke mehr und mehr das für mich Von beiden Seiten Bedürfnisse gleichzeitig existieren dürfen.
00:09:53: Und nicht nur von mir und meinem Gegenüber, sondern auch in mir Auch in mir.
00:09:58: ich kann mich für jemand anderen freuen und trotzdem traurig sein Gleichzeitig!
00:10:05: Das ist etwas das hat es früher in meinem Leben nicht gegeben.
00:10:09: Ich kann im Bett liegen und gleichzeitig Ideen empfangen und schon wieder weiterplan'n und mehr aufschreiben einen Plan haben, wie es weitergeht und kann den auch heute Nachmittag umsetzen.
00:10:23: Und diese Gleichzeitigkeit von so unterschiedlichen Dingen, die also so unterschiedlich für mich wirken, das lässt Fülle in meinem Leben entstehen und Vielfalt und Gemeinsamkeit und Gemeinschaft.
00:10:50: Das beobachte ich und das finde ich sehr, sehr faszinierend, wie sich das in meinem verändert.
00:11:06: Und ich bin dankbar dafür, Danke fürs Zuhören und danke fürs Mitbegleiten!
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